der spielplatz

stuttgart

mit dem spielplatz entsteht ein naturnaher rückzugsort im urbanen raum, der kindern unterschiedlichen alters eine eigenständige welt zum entdecken, erleben und spielen eröffnet. im mittelpunkt steht dabei nicht die rein visuelle inszenierung, sondern die haptische und körperliche erfahrung von raum. material, maßstab, farbe und atmosphäre werden zu einer ganzheitlich erfahrbaren umgebung.

die gestaltung folgt dabei dem anspruch, natur nicht lediglich abzubilden, sondern räumlich neu zu interpretieren. holz, filz, kork und textilien prägen die innenräume und erzeugen eine warme, taktile materialität. natürliche farbtöne werden mit einer differenzierten, kindgerechten farbpalette kombiniert. der bewusste verzicht auf kunststoff unterstreicht den anspruch, eine nachhaltige und sinnliche umgebung mit eigener identität zu schaffen.

inhaltlich übersetzt der entwurf den wald in eine architektonische erlebniswelt. verschiedene spielbereiche sind tieren und ihren eigenschaften zugeordnet und ermöglichen unterschiedliche formen der bewegung und wahrnehmung. durch die bewusste veränderung von maßstab und dimension werden vertraute elemente der natur überhöht und zu begehbaren landschaften. so entstehen räume, die erfahrungen ermöglichen, die in dieser form selbst im wald nicht gemacht werden können.

die räumliche organisation berücksichtigt die unterschiedlichen entwicklungsstufen der kinder. für babys und kleinkinder stehen taktile erfahrungen, bewegung und das selbstständige erproben des eigenen körpers im vordergrund. spielmatten, haptische elemente und gegenstände zum greifen und hochziehen fördern erste bewegungsabläufe und die sinnliche auseinandersetzung mit der umgebung. für die älteren kinder wird die architektur zunehmend zum selbstständig zu erkundenden spielraum: kletterlandschaften, netze, rutschen und überdimensionierte objekte laden zum balancieren, klettern, verstecken und freien spiel ein.

ergänzt wird die erlebniswelt durch ein großzügiges eltern-kind-café. es versteht sich nicht als nebenraum, sondern als integraler bestandteil des gesamtkonzepts: während die kinder ihre umgebung selbstständig erkunden, entsteht für die erwachsenen ein qualitätsvoller ort zum verweilen, austauschen und arbeiten.

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der spielplatz creates a nature-oriented retreat within an urban setting, offering children of different ages an independent world to discover, experience and play in. the focus is not on purely visual staging, but on the tactile and physical experience of space. material, scale, colour and atmosphere come together to create a holistic sensory environment.

the design follows the ambition not merely to depict nature, but to reinterpret it spatially. wood, felt, cork and textiles define the interiors, creating a warm, tactile materiality. natural tones are combined with a differentiated, child-friendly colour palette. the deliberate avoidance of plastic reinforces the ambition to create a sustainable and sensual environment with its own distinct identity.

conceptually, the design translates the forest into an architectural world of experience. different play areas are associated with animals and their characteristics, enabling diverse forms of movement and perception. through the deliberate alteration of scale and dimension, familiar elements of nature are enlarged and transformed into inhabitable landscapes. this creates spaces that enable experiences that could not be encountered in this form even in the forest itself.

the spatial organisation takes into account the different developmental stages of the children. for babies and toddlers, tactile experiences, movement and the independent exploration of their own bodies are at the forefront. play mats, tactile elements and objects to grasp and pull themselves up on encourage early movement and sensory engagement with the surroundings. for older children, the architecture increasingly becomes a space to explore independently: climbing landscapes, nets, slides and oversized objects invite them to balance, climb, hide and engage in free play.

the experience is complemented by a generous parent-child café. it is not conceived as a secondary space, but as an integral part of the overall concept: while the children independently explore their surroundings, the adults are provided with a high-quality place to stay, connect and work.

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team: franziska heller, laura kirner, franziska kunkel, stefanie larson, holger lohrmann, stina schumacher

fotos: andreas burz

umsetzung: werkkollektiv